Seit 1875 existiert das Druckverfahren des Offset. Die meisten Druckprodukte werden heute im Offset hergestellt. Den Offset bezeichnet man als indirektes Druckverfahren, was bedeutet, dass Druckplatte und Bedruckstoff nicht in direkten Kontakt kommen. Vielmehr zeichnet sich das Druckverfahren des Offset dadurch aus, dass die Druckplatte erst eingefärbt und anschließend das Druckbild auf ein Gummituch übertragen wird.
Gummituch und Druckplatte sind auf Walzen gespannt, die sich um die eigene Achse drehend berühren. Dabei wird das Druckbild übertragen. Diese Übertragung des Druckbildes von der Druckplatte auf das Gummituch bezeichnet man als Offset. Daher lautet der englische Fachbegriff für die Gummituchwalze Offset cylinder. Das Gummituch überträgt letztendlich das Druckbild auf den Bedruckstoff. Dieser ist in den meisten Fällen Papier. Dieser Vorgang wird von einem Gegendruckzylinder stabilisiert. Während sich Gummituchwalze und Gegendruckzylinder in entgegengesetzte Richtungen drehen, gleitet der Bedruckstoff zwischen den Walzen hindurch.
Beim Offset werden entweder einzelne Papierbogen oder eine ganze Papierrolle bedruckt. Daraus leiten sich die Begriffe Rollen- und Bogenoffset ab. Der Rollenoffset eignet sich besonders für den schnellen Druck hoher Auflagen. Die Weiterverarbeitung der Papierbahn zu einem fertigen Druckprodukt erfolgt – anders als beim Bogenoffset – inline, also ohne Zwischenstopp in den an die Offsetmaschine angeschlossenen Falz- und Bindeaggregaten.
Im Offset werden Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte, Flyer, Plakate und Kataloge mit Auflagen von 1.000 bis 750.000 Exemplaren gedruckt, je nachdem ob es sich um Bogen- oder Rollenoffset handelt. Es ist also ein vielseitig einsetzbares Druckverfahren.
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